Über mich

Ich bin Rechtsanwalt in Hamburg, mit einem Faible für alles, wo Kunst und Recht sich begegnen.
Studium und Referendariat haben mich nach Münster, München und Lissabon geführt, mit einem Schwerpunkt im gewerblichen Rechtsschutz: Urheber-, Medien-, Marken- und Vertragsrecht. Seit über zwei Jahren bin ich als Rechtsanwalt tätig, den Großteil davon in einer internationalen Wirtschaftskanzlei.
Heute arbeite ich selbstständig und widme mich den Themen, die mich am meisten interessieren. Parallel promoviere ich als externer Doktorand bei Prof. Dr. Wittreck an der Universität Münster im Kunstverfassungsrecht, an der Schnittstelle von Verfassung, Verfassungsgeschichte und Urheberrecht. Außerdem bin ich als Dozent im Zivil- und öffentlichen Recht tätig.
Warum die Kunst?
Die Beantwortung der Frage reicht tatsächlich weit zurück. Schon als Kind wurde ich in etliche Museen und Theater mitgenommen. Ob mein Interesse damals immer den großen Meistern galt, sei dahingestellt, aber diese Eindrücke haben mich bis heute nicht losgelassen. Meine beiden frühesten ständigen Begleiter waren die Bücher und die Musik, letztere von Klassik über Indie und Elektronik bis HipHop. Später kamen die Malerei, besonders der Impressionismus, und das Theater dazu.
Reisen haben mir immer wieder neue Kunst gezeigt. Mein erster Spaziergang in einer fremden Stadt führt mich, mit Musik aus dem jeweiligen Land im Ohr, erst in ein Café und dann in eine Galerie, ein Museum oder ein Theater, um die Kultur des Landes kennenzulernen. Umso schöner, dass ich diese Leidenschaften nicht nur privat und auf Reisen ausleben, sondern heute auch mit meinem Beruf verbinden kann.
Vielleicht bringt ein Satz von Max Liebermann aus dem Jahr 1910 am besten auf den Punkt, warum mich gerade die Verbindung von Rechtswissenschaft und Kunst reizt, die auch meiner Promotion zugrunde liegt:
„Die realen Wissenschaften waren und sind mir ein Buch mit sieben Siegeln geblieben, und ich konnte mich nur mit der größten Mühe an die Vorstellung gewöhnen, daß die Erde sich drehe. Auch wurde ich nicht wenig geneckt, weil ich als Junge gesagt hatte, daß der Mond in der Leipziger Straße am größten sei. Ich hatte ihn nämlich mal beim Spazierengehen in der Leipziger Straße als riesige Scheibe am Himmel gesehen. In wissenschaftlichen Dingen verstehe ich nur die demonstratio ad oculos.“— Max Liebermann, 1910
Sprachen
Deutsch, Englisch
Veröffentlichung
Urteilsanmerkung „Is ChatGPT suitable as an interpretation tool?“, LTZ 2025, S. 84 ff. (Januar 2025).